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Der Rechner in der Geldkarte - Interview zum 'Jahr der Informatik' 23.01.2006 (1)

Der Rechner in der Geldkarte - Interview der SZ zum "Jahr der Informatik"  (1)

Computer (Quelle: SZ 23.01.2006). Morgen wird das Jahr der Informatik eröffnet. Die SZ sprach dazu mit Lutz Schramm, Lehrer am BSZ in Freital.


Letztes Jahr war Albert Einstein gewidmet. Hat dieses Wissenschaftsjahr in Ihrer Arbeit eine Rolle gespielt?

Das Einstein-Jahr hat uns wenig berührt. Es dreht sich doch mehr um die theoretische Physik.

Was erwarten sie im Vergleich vom Jahr der Informatik, welches das Bundesbildungsministerium dieses Jahr ausgerufen hat?

Lutz Schramm - Lehrer für Informatik am BSZ Freital
Lutz Schramm

Ziel des Informatikjahres ist es, das Bewusstsein für die zahlreichen Anwendungen und Möglichkeiten der Informatik zu schärfen, die Bedeutung der Informatik als Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zu verdeutlichen und die Faszination einer noch recht jungen praxisbezogenen Wissenschaft zu vermitteln.

Welche Beispiele kennen Sie im Kreis für besondere Informatikanwendungen?

Interessant ist die neue Teleportalklinik in Dippoldiswalde, wo über ein leistungsfähiges Computernetz das Wissen von Spezialisten und Chefärzten standortübergreifend zur Verfügung steht, wie es sonst nur an einer Uniklinik möglich ist.

Wo steckt Informatik an Stellen, an denen es keiner erwartet?

Dafür gibt es viele Anwendungen. In jeder Geldkarte steckt heute schon ein kleiner Rechner drin. Oder denken wir an die Müllentsorgung. In jeder Tonne ist ein Transponder für Daten, und damit wird abgerechnet.

Gibt es Informatik-Nachholebedarf im Landkreis?

Entscheidend ist die angebotene Bandbreite der Kommunikation. Damit steht und fällt in Zukunft die Einsatzmöglichkeit von Informationstechnik. Ich habe auch gestaunt, als es hieß, ein Breitbandzugang für unsere Schule sei nicht möglich, nur in Planung.

Haben Sie tatsächlich keinen Breitbandanschluss?

Inzwischen haben wir eine Lösung gefunden, zusammen mit dem Bürgernetz Freital. Wir haben eine Richtfunkstrecke zum Edelstahlwerk und erhalten von dort die Daten und verteilen sie in unserem Hausnetz sowie über Antenne. Aber das ist ein ehrenamtlich tätiger Verein. Da kann niemand eine Garantie geben, dass der DSL-Anschluss immer funktioniert. Für eine Firma ist das keine Lösung.

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